Header Stadtmission Heidelberg
Header Stadtmission Heidelberg

Hämorrhoiden

Dies sind Vergrößerungen des Plexus haemorrhoidalis, eines Gefäßgeflechts, welches an der Abdichtung des Anus beteiligt ist. Zur Entstehung tragen hoher Analdruck, Erschlaffung der Schließmuskulatur und eine Bindegewebsauflockerung bei. Begünstigende Faktoren sind eine sitzende Lebensweise, Übergewicht und ein starkes Pressen beim Stuhlgang, aber auch in der Schwangerschaft können Hämorrhoiden entstehen. Man unterscheidet drei Stadien, wobei im Stadium der Vollausprägung die Gefäßkissen nicht mehr spontan oder medikamentös rückbildungsfähig sind (Siehe Abbildung). Typische Symptome sind:

hellrote Blutungen während des Stuhlgangs, gelegentlich auch massiv ausgeprägt, Stechen, Brennen, Juckreiz, Nässen, Fremdkörpergefühl.

 

Therapie
Zur Behandlung des fortgeschrittenen Hämorrhoidalleidens führen wir die Operationen nach Parks oder nach Milligan-Morgan durch. Als neueres Verfahren führen wir auch die Stapler-Hämorrhoidektomie nach Longo durch. Prinzip dieser Eingriffe ist die Ausschälung der Hämorrhoidalknoten mit Unterbindung der zuführenden Gefäße. Dies garantiert einen sicheren Schutz vor dem Wiederauftreten der Hämorrhoidalknoten.
Wichtig ist uns dabei auch die Nachbehandlung, bei der der Patient mithelfen kann. Sie beinhaltet eine Diätberatung und Anleitung zur Nachbehandlung der Wunden durch die Ärzte und Pfleger unserer Abteilung. Besonderen Wert legen wir auf eine differenzierte nachoperative Betreuung mit Schmerzbehandlung und Unterstützung bei der Wundhygiene während der ersten Tage nach der Operation. Wir empfehlen daher einen kurzstationären Aufenthalt für ein bis zwei Tage.