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Der Nabelbruch

Er kommt direkt am Nabel oder um den Nabel herum vor. Seht häufig findet er sich im Kindesalter, im Erwachsenenalter kommt der Bruch vor allem bei Frauen vor, welche Kinder geboren haben.

Wie bemerkt man einen Bruch?

Meist findet sich eine symptomlose weiche Schwellung in der Bauchdecke. Diese machen oft jahrelang gar keine Beschwerden Bemerkbar macht sich ein Bruch oft nur durch einen ziehenden, teils stechenden, häufig belastungsabhängigen Schmerz. Beim Betasten oder Wiedereinrichten einer größeren Hernie kann man auch gurrende Darmgeräusche hören.

Warum tritt eine Hernie auf - und wie kann ich es verhindern?

Bezüglich der Prävention (Verhinderung) eines Bruches im allgemeinen muss gesagt werden, dass Sie wahrscheinlich nichts tun können, was das Auftreten verhindert. Brüche kommen bei einem von zehn Menschen vor, egal ob Sie einen aktiven oder eher inaktiven Lebensstiel bevorzugen.

Risikofaktoren für das Auftreten von Brüchen:

  • Erhöhter Innendruck des Bauchraumes durch chronische Verstopfung
  • Gewichtszunahme / Adipositas
  • Chronischer Husten
  • Prostatavergrößerungen
  • Schwangerschaften
  • Wiederholtes Heben schwerer Lasten
  • Erhöhtes Lebensalter mit Abnahme der Bindegewebsfestigkeit
  • Aszites / Bauchwasser

Was passiert, wenn ich den Bruch einfach ignoriere?

Generell gilt, ein Bruch der einfach zurückgeschoben (reponiert) werden kann, stellt keine unmittelbare Gefährdung dar, kann jedoch unangenehm sein und später zu Komplikationen führen. Brüche heilen nie von selbst und nehmen mit der Zeit meist an Größe zu, was oft mit einer Zunahme der Schmerzen einhergeht. Ein Bruchband kann vorrübergehend Linderung erbringen, auf Dauer nützt es nichts.

Manchmal kommt es jedoch vor, dass der Inhalt des Bruches (z.B. Darm) stranguliert wird und somit die Blutzufuhr unterbrochen wird. Dies führt zu einer akuten Minderdurchblutung des strangulierten Gewebes. Folglich kommt es zum Absterben des eingeklemmten Darmabschnittes, Darmverschluß und möglicherweise zu einer lebensgefährlichen Bauchfellentzündung. Sie bemerken dies meistens an plötzlich zunehmenden starken Schmerzen, oftmals auch an einer Hautrötung über dem Bruch. Eine solche Einklemmung ist ein lebensbedrohlicher Zustand und erfordert die notfallmäßige Operation. Viel günstiger ist es zu einem geplanten Zeitpunkt zu operieren (elektive OP)

Welche Behandlung kommen für mich in Frage?

Im Allgemeinen muss gesagt werden, dass der Bruch operiert werden sollte (egal welcher), solange Sie keine oder nur geringe Beschwerden haben.

Welche Risiken birgt die Operation in sich?
Wie bei allen Operationen kann es trotz größter Sorgfalt zu einer Nachblutung oder zu einer Wundinfektion kommen. In den meisten Fällen kann dies ohne größere Probleme durch den Hausarzt nachbehandelt werden. Extrem selten beschrieben wird die Möglichkeit einer Verletzung innerer Organe (Darm) oder von Blutgefäßen und Nerven. Auch ein Wiederauftreten des Bruches ist in seltenen Fällen möglich.

Muss ich mit Schmerzen rechnen und wer übernimmt die Nachsorge einer Operation?

Nach der Entlassung bekommen Sie ein Schmerzmedikamentenempfehlung bei Bedarf. Sie gehen am übernächsten Tag zu Ihrem Hausarzt, der eine Wundkontrolle durchführt und nach ca. 10 Tagen die Hautfäden zieht. Duschen ist bereits ab dem 2. Tag nach Operation erlaubt. Sie sollen sich für ca. 7-14 Tage körperlich schonen, d.h. nicht über die Schmerzgrenze hinaus belasten. Das Heben von schweren Lasten sollten Sie für ca. 6 Wochen bis zu 3 Monaten unterlassen.