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Geschichte des Krankenhauses

1861 Gründung des Evangelischen Diakonissenvereins in Heidelberg

1862 Auf Wunsch des Vereins werden vom Diakonissenmutterhaus in Karlsruhe-Rüppurr zwei Schwestern zur Gemeindepflege entsandt. Aufgabenbereich: Armenpflege ohne Vergütung, Privatpflege gegen Vergütung.

1870/71 Neben den bisherigen Aufgaben auch Pflege verwundeter Soldaten.

1889 Fertigstellung des Diakonissenhauses in der Plöck als Wohnhaus für die Schwestern und Pflegestation für die Kranken. In diesem Jahr auch Genehmigung des Betriebs einer Privatkrankenanstalt durch das Großherzogliche Bezirksamt. Übernahme der ärztlichen Leitung durch Prof. Adolf Kußmaul.

1894 Erste Oberschwester Karoline Sammet. Wegen ständiger Überbelegung wird ein Erweiterungsbau durchgeführt.

1902 Tod von Prof. Kußmaul.

1914-1921 Vorübergehende Verwendung des Diakonissenhauses als Lazarett.

1922 Einrichtung einer kleinen chirurgischen Station durch Prof. Schmidt.

1928 Belegung durch Prof. Viktor v. Weizsäcker.

1931 Genehmigung einer geburtshilflich-gynäkologischen Station unter Leitung von Dr. K. Welker.

1932 Übernahme der chirurgischen Abteilung durch Dr. Gotthilf Feucht. Erwerb der Villa Menge in der Zeppelinstraße, die zunächst als Altersheim unter dem Namen "Haus Salem" genutzt wird.

1939-1945 Wechselhafte Benutzung der Villa Menge, teils im Sinne der Kriegswirtschaft, später Übernahme durch die damalige Reichspost.

1948 Nach schwierigen Verhandlungen Rückgabe des Gebäudes an die Evangelische Stadtmission. Eröffnung einer internistischen Krankenstation unter Leitung von Dr. Wilhelm Walz. Gleichzeitig HNO-ärztliche Belegung durch Dr. Eberling; weitere Belegärzte.

1958 Nach Ausscheiden von Dr. Feucht wird das alte Diakonissenhaus in der Plöck geschlossen und dann als Altenheim, heute Wilhelm-Frommel-Haus, weiterverwendet.

1960 Nach Ausscheiden von Dr. Walz Umwandlung des Hauses Salem in ein Vertragskrankenhaus. Als erster Chefarzt der Inneren Abteilung wird Dr. Werner Müller berufen. Beginn der Planung eines Krankenhausneubaus mit 250 Betten.

1963 Einweihung eines Schwesternwohnheims, das zunächst mit internistischen Patienten belegt wird. Dies gilt lediglich als Zwischenlösung bis zur Einweihung des neuen Krankenhauses.

1970 Fertigstellung des neuen Krankenhauses Salem. Es enthält insgesamt 252 Betten mit den Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Geburtshilfe und Gynäkologie, später auch Anästhesie und Urologie.

1978 Einbeziehung des Krankenhauses als Akademisches Lehrkrankenhaus in den Lehrbetrieb der Universität Heidelberg.

1989 100-Jahr-Feier des Krankenhauses.