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Klinik

Grünes Krankenhaus

Der Klimawandel stellt eine der größten Bedrohungen für die globale Gesundheit dar. Die Menschen und Bewohner unseres Planeten werden in den nächsten Jahrzehnten von den Auswirkungen zunehmend betroffen sein. Die klimatischen Veränderungen führen zu vermehrten Wetterextremen wie starken Niederschlägen und Hitzewellen, erhöhen die Zahl der Herz- und Lungenerkrankungen und tragen zur Verbreitung von Infektionskrankheiten und weiteren Pandemien bei.

Klimaschutz ist deshalb Patientenschutz. Gleichzeitig verursacht der Gesundheitssektor 5-10% der Treibhausgas-Emissionen in Deutschland, was wiederum den Klimawandel beschleunigt. Das Krankenhaus Salem hat deshalb vielfältige Klimaschutz-Maßnahmen eingeführt, um seinen CO2-Ausstoß zu reduzieren und das Nachhaltigkeitsziel eines klimaneutralen Krankenhauses zu erreichen.

 

Klimaschutzmaßnahmen

Unser Krankenhaus verpflichtet sich gemäß der Agenda 2030 zu einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene in Anlehnung an die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN), den Sustainable Development Goals (SDGs).

Einzelheiten zu diesen Maßnahmen finden Sie hier in Kürze.

 

Nachhaltigkeitsziele (SDGs)

Klimaschutz und KLIK green

Krankenhäuser sind ressourcen- und energieintensive Großverbraucher und haben somit einen erheblichen Einfluss auf das Klima und die Erderwärmung. Dementsprechend hat das Krankenhaus Salem den Klimaschutz in sein Leitbild aufgenommen und sich eine nachhaltige Ausrichtung des Betriebs zum Ziel gesetzt. Seit März 2020 nimmt unser Krankenhaus am Klimaschutzprojekt KLIK green teil.

 

KLIK green steht für Klimamanagement im Krankenhaus und ist eine Initiative des BUND für Umwelt- und Naturschutz e.V. (Landesverband Berlin) und des Bundesumweltministeriums.

In diesem Rahmen wurde Frau Dr. Stephanie Snyder-Ramos (Anästhesistin Krankenhaus Salem) zur Klimamanagerin qualifiziert und sie hat einen Maßnahmenkatalog in Anlehnung an die Internationalen Klimaschutzziele entwickelt. Ziel ist es, die CO2-Emissionen zu senken und Klimaschutzmaßnahmen in allen Bereichen in die tägliche Routine zu integrieren, sei es im Nutzerverhalten, beim Einkauf, der Abfallvermeidung oder Mobilität. Einige Klimaschutzmaßnahmen wurden bereits umgesetzt wie z.B. die Einführung von Recyclingpapier und die sukzessive Umrüstung auf LED-Leuchten. Weitere geplante Maßnahmen umfassen u.a. E-Ladestellen, Ökostrom oder die Fassadendämmung.

Arbeitsgruppe Energiemanagement

Da dem Energiesektor eine wichtige Schlüsselfunktion bei der Reduktion von CO2-Emissionen zukommt, wurde im Oktober 2020 die stadtmissionsweite Arbeitsgruppe Energiemanagement gegründet. Unter ihrer Leitung sollen weitreichende energieschonende Maßnahmen im Krankenhaus Salem und in der gesamten Stadtmission Heidelberg angeregt und umgesetzt werden.

Klimafreundliche Narkosen

Im OP werden seit Juli 2020 klimafreundliche Narkosen durchgeführt. Narkosegase wie Desflurane und Sevoflurane zählen zu den Treibhausgasen und haben einen bis zu 2500-fach stärkeren klimaerwärmenden Effekt als CO2. Bei einer 6-stündigen Narkose entspricht dies umgerechnet einer Autofahrt vom Bodensee an die Nordsee. Mit speziellen Filtern werden nun im OP die Narkosegase aufgefangen und die klimaschädigende Wirkung somit vermieden. Dies bewirkt eine Reduktion von jährlich fast 130 Tonnen CO2-Äquivalenten.

Vision Planetary Health

Visionäres Ziel ist in den nächsten Jahren die schrittweise CO2-Reduktion zu einem „Zero Emission“-Krankenhaus. So können wir Gesundheit und Klimaschutz an unserem Arbeitsplatz vereinen und einen verantwortungsvollen Beitrag zum Konzept Planetary Health leisten.

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